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MARTIN-LUTHER-GEMEINDE

DARMSTADT

Ordnung der Kinder- und Jugendarbeit in der Martin-Luther-Gemeinde, Michaelsgemeinde, Thomasgemeinde im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt

Stand September 2017


Präambel

Die Regionale Jugendvertretung (RJV) versteht sich als Ort der Zusammenarbeit von Menschen, die sich für Kinder und Jugendliche und ihre Interessen in den Kirchengemeinden der Region sowie im Stadtteil einsetzen. Durch Austausch und Vernetzung fördert sie das gegenseitige Kennenlernen und die wechselseitige Wahrnehmung. Somit trägt die Regionale Jugendvertretung zum stärkeren Miteinander in der Region bei. Darüber hinaus ermöglicht das Engagement für Kinder- und Jugendarbeit die aktive Gestaltung von Kirche und Gemeinde.
Als Schnittstelle zwischen ehrenamtlich Engagierten, Mitgliedern der drei Kirchenvorstände, Pfarrpersonen und Hauptamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit fungiert die Regionale Jugendvertretung als Plattform für regelmäßige Treffen. Beim Feiern der Liturgie, bei spielerischen
Aktivitäten sowie in Diskussionen findet sowohl die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Bereichen der (Gemeindepädagogischen) Kinder- und Jugendarbeit als auch mit aktuellen Themen statt. So wird neben der Vernetzung auch die Motivation der Mitwirkenden gefördert.
Die Zusammenarbeit in der Regionalen Jugendvertretung trägt dazu bei, eine gemeinsame Identität als Kirche in der Region zu schaffen. Die Arbeit der Regionalen Jugendvertretung wird über ihre Mitwirkenden in die Kirchenvorstände, die Gruppen und Projekte der Gemeinden weiter getragen. So entsteht eine lebendige Gemeinschaft, die auch nach außen sichtbar ist. Das Ziel der Regionalen Jugendvertretung ist es, den Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit Wertschätzung entgegen zu bringen und junge Menschen zu ermutigen, ihre Interessen zu vertreten und sich für diese einzusetzen.


Ordnung

§1 Kinder- und Jugendarbeit in den Kirchengemeinden und in der Region
(1) Nach §8(2) Kinder- und Jugendordnung (KJO) verantworten die Kirchenvorstände die Arbeit mit Kindern und jungen Menschen in den Kirchengemeinden.
(2) Zu den Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit gehören:
a. Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen und zu erhalten. Diese sind sowohl in regelmäßigen Gruppenstunden möglich, als auch in Form von zeitlich begrenzten Projekten. Daher sollten gemeindlich und regional ehrenamtliche Jugendliche und Erwachsene sowie Hauptamtliche in vielfältiger Weise die Kinder- und Jugendarbeit gestalten.
b. Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.
c. Für die Rechte junger Menschen in den Kirchengemeinden und auch im gesellschaftlichen Umfeld einzutreten.
(3) Die Kirchenvorstände arbeiten mit den hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen zusammen.
(4) Kinder und Jugendliche sind an den sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen.
(5) Die Belange von allen Kindern und Jugendlichen sind gleichberechtigt zu berücksichtigen.

§2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
(1) Die Kirchenvorstände übertragen ihre Aufgabe der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sowie deren Anleitung, Unterstützung und Fortbildung auf die
hauptamtlichen Mitarbeitenden. Die RJV ist hierbei unterstützend als regionales Gremium tätig.
(2) Es soll darauf hingewirkt werden, dass ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen die Teilnahme an der Juleica-Ausbildung bzw. an der EJW-Mitarbeiter*innen-Ausbildung ermöglicht
wird. Die Kosten für diese Ausbildung übernehmen grundsätzlich die Kirchengemeinden.
(3) Weitere Fortbildungen werden von den Kirchenvorständen begrüßt und nach Absprache unterstützt.

§3 Die Regionale Jugendvertretung
Die Kirchenvorstände übertragen der Regionalen Jugendvertretung (RJV) nach §9 der Kinder- und Jugendordnung der EKHN (KJO) die Aufgabe eines Jugendausschusses gemäß §10, Absatz 3.
(1) Zusammensetzung
a. Die stimmberechtigten Mitglieder der RJV sind:
1. jeweils zwei Vertreter*innen der Kinder- und Jugendgruppen, deren Mindestalter 13 Jahre und deren Höchstalter 27 Jahre betragen soll. Dazu wählt die jeweilige Gruppe zwei Vertreter*innen auf zwei Jahre.
2. Bei Konfirmand*innengruppen gilt die Delegation für die Dauer der Konfizeit.
3. Die Mitarbeiter*innenrunde des Evangelischen Jugendwerkes (EJW)benennt bis zu je 2 Vertreter*innen pro Gruppe.
b. Die beratenden Mitglieder der RJV sind:
1. die hauptberuflichen Mitarbeiter*innen in der gemeindlichen Kinder- und Jugendarbeit der Region,
2. je eine Vertreter*in der beiden offenen Jugendhäuser, Max-Rieger-Heim und Baas-Halle,
3. eine Pfarrer*in, die/der von den Kolleginnen bzw. Kollegen in der Region für die RJV benannt wurde,
4. höchstens zwei von den Kirchenvorständen pro Gemeinde entsandte Vertreter*innen.
5. Der/Die Stadtjugendpfarrer*in und die Stadtjugendreferent*innen können zu Sachfragen eingeladen werden.
(2) Aufgaben
Die RJV befasst sich mit allen Angelegenheiten der Arbeit von und mit Kindern und Jugendlichen.
a. Sie berät die Kirchenvorstände in allen Fragen, die Kinder und Jugendliche betreffen, kann Anträge stellen und stellt den Kirchenvorständen mindestens einmal pro Wahlperiode ihre Arbeit vor.
b. Sie berät, verabschiedet und überprüft die Konzeption der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Region.
c. Sie plant und koordiniert die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit den hauptberuflichen Mitarbeiter*innen und wird durch die Hauptamtlichen über aktuelle Entwicklungen informiert.
d. Gemeinsam mit der Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat (EJVD) wirkt die RJV bei der Besetzung von Stellen für die Kinder- und Jugendarbeit mit.
e. Sie bildet ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Meinungsbildung.
f. Sie bietet Hilfestellung bei der Klärung in Konfliktsituationen.
g. Die Verantwortung des jeweiligen Kirchenvorstandes bleibt unberührt.
(3) Wahl der RJV
Die Wahl der RJV findet alle zwei Jahre statt. Beim vorzeitigen Ausscheiden einer Vertreters*in erfolgt eine Nachwahl für den Rest der Wahlperiode. Wahlberechtigt
sind Jugendliche ab 12 Jahren.
(4) Arbeitsweise
a. Die RJV wählt aus ihrer Mitte einen Vorstand, der aus mindestens zwei, maximal fünf Personen besteht. Vorstandsmitglieder müssen bei ihrer Wahl unter 27 Jahren sein. Es ist darauf zu achten, dass Vertreter*innen aus allen Gemeinden der Region beteiligt werden. Der Vorstand trifft sich mindestens viermal im Jahr mit den regional engagierten Hauptberuflichen in der Kinder- und Jugendarbeit
zu einer Jugenddienstbesprechung.
b. Der Vorstand lädt unter Angabe der Tagesordnung innerhalb einer Frist von zehn Tagen zu mindestens vier RJV-Sitzungen im Jahr ein.
c. Jede Gruppe der Kinder- und Jugendarbeit ist über ihre Vertreter*innen antragsberechtigt. Zur Beschlussfassung muss der Antrag auf der Tagesordnung stehen.
d. Die RJV ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Wenn diese Beschlussfähigkeit nicht gegeben ist, können dennoch Beschlüsse gefasst werden, die dann aber noch von den jeweiligen Kirchenvorständen bestätigt werden müssen.
e. Die RJV tagt öffentlich, soweit dies nicht ausdrücklich anders beschlossen wird.

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