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MARTIN-LUTHER-GEMEINDE

DARMSTADT

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Festgottesdienst am 1.9.13
zur Einweihung der neuen liturgischen Gegenstände

Vorstellung der Liedtafel
„Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in euren Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“ So heißt es im Brief an die Gemeinde in Ephesus, Kap 5, 18-19.
Wir haben eine neue Liedtafel bekommen, die gut sichtbar die Liednummern anzeigt. Das Singen ist ein zentraler Bestandteil in Gottesdiensten, es ist eine andere Form des Gebets. Wir danken Gott mit unseren Liedern, sprechen Bitten aus, loben Gott oder klagen über Schmerzliches.
Manchmal fassen Lieder etwas in Worte, wenn uns Worte fehlen und wir können uns fallen lassen in alte Sätze, die viele Generationen vor uns schon so gesungen haben. Manchmal sind Liedtexte auch etwas befremdlich, wir spüren eine innere Distanz. Dann nehmen wir die Lieder eher zur Kenntnis und überlegen, wie wir selbst die Sache sehen.
Für viele Gottesdienstfeiernde ist Kirche der Ort, wo sie am häufigsten singen. Und jeder kann singen, völlig egal, ob man jetzt den Ton genau richtig trifft.
Denn Singen hat positive Auswirkungen. Es wirkt angstlösend und schmerzlindernd, es fördert Kräfte, die uns gesunden lassen. Im Singen öffnen sich Menschen der Kraft des Lebens, indem sie das loslassen und ausatmen, was sie unbedingt angeht. Dabei kommen Gefühle zum Ausdruck, die vielleicht nicht mal verstanden werden müssen, sondern einfach als Klage und Lob Raum gewinnen können.

Und Singen stiftet Gemeinschaft. Die Singenden sind im gemeinsamen Klang, zu dem jede ihren Teil beiträgt, miteinander verbunden. Das gilt auch historisch. Im Singen haben wir Teil an der Freuden- und Leidensgeschichte der Menschen mit Gott.

Singend verleihen wir unserem Glauben Ausdruck. Im Singen entdecken wir Gottes Wirklichkeit und uns als einen Teil in ihr.
Darum lassen wir unsere Seelen singen, damit wir Gottes Liebe zu uns Menschen feiern.

Lied 302, 1-2



Vorstellung des Kreuzes
Kreuze sehen wir an vielerlei Orten. Hier in der Kirche, in der christlichen Kunst. Menschen tragen sie als Schmuck, lassen sie sich tätowieren- Menschen bekreuzigen sich.
Und doch ist in Gesprächen immer wieder zu hören, dass Menschen das Kreuzeszeichen eher abstoßend finden.
Es hat etwas Bedrückendes für sie: Schließlich ist es ein Folter- und Tötungsinstrument gewesen. Darüber hinaus verbinden sich mit dem Kreuz schwere Worte wie Sünde, Schuld und Opfertod.
Auch die ersten Christen tun sich mit dem Kreuz schwer.
In ihren Augen erleidet vor den Toren Jerusalems ein Unschuldiger die grausamste römische Todesstrafe.
Deren Folge ist ein qualvolles Ersticken.
Zugleich haben sich die Jünger mit der alten Vorstellung ihres Glaubens auseinander zu setzen, dass ein am Kreuz Getöteter ein von Gott Verfluchter sein muss. Es scheint: Jesus ist nicht der Heiland, sondern von Gott verstoßen.
Das ändert sich mit der Erfahrung der Auferstehung.
In der Kunst findet das seinen Widerhall zur Zeit der Romantik. Das Kreuz wird zum Triumphkreuz.
Der Gekreuzigte erhält statt Dornenkrone eine Königskrone und ist mit Schuhen bekleidet, das Zeichen des Herrschers.
Christus der Sieger über Tod und Teufel.

In der folgenden Epoche, der Zeit der Gotik, verlagert sich der Schwerpunkt in der Kunst auf Jesus, den großen Schmerzensmann. Widerhall findet das bis heute in den Kruzifixen. In den Mittelpunkt des Glaubens rückt das Leiden Jesu. Das steht wiederum in Wechselwirkung mit dem damaligen Leben. Die Menschen sterben wie die Fliegen und sind vom Elend, Krankheit und Tod geplagt.
Ich finde, beide Betonungen des Kreuzes haben ihr Recht.
Sie müssen nur zusammengesehen werden:
Das Kreuz im Sinne des Schmerzensmannes bildet unser Leben ab in der Erfahrung, dass unser Leben so manches Mal durchkreuzt wird. Nicht alles läuft nach Plan. Es gibt so vieles, was wir nicht verstehen, nicht begreifen können: die dunkle Seite des Lebens.
Zugleich antwortet das Kreuz auf die Frage nach dem Warum?, und die Frage nach dem Leiden und wo Gott dabei zu finden ist mit der Antwort: Gott ist mitten im Leiden,
Gott ist an der Seite der Leidenden zu finden.
Mir ist keine andere Religion der Welt bekannt, die so deutlich den leidenden Gott ins Zentrum des Glaubens rückt.
Zum Leben gehört die dunkle Seite. Sie wird religiös nicht übersprungen, sondern will integriert werden, ohne resignieren zu müssen. Dazu eine kleine Geschichte:
Die Menschen waren mit ihren Kreuzen unterwegs. Sie mühten sich ab mit ihrer schweren Last. Doch einem war sein Kreuz zu lang. Kurzerhand sägte er ein gutes Stück ab. Nach langer Pilgerschaft kamen alle an einen Abgrund. Keine Brücke führte in das Land, das ewige Freude und Gottes sichtbare Nähe versprach. Alle legten nach kurzem Zögern ihre Kreuze über den Abgrund. Und siehe: sie passten gerade. Der aber sein Kreuz abgesägt hatte, um es leichter zu haben, stand betroffen da.
Das Kreuz in all seiner Schattierung bekommt sein letztes Gewicht mit Blick auf die Auferstehung Jesu von Nazareth.
Es ist der Glaube an die gute Zukunft Gottes mit den Menschen.
Ohne Auferstehung/ ohne Hoffnung würden wir heute nicht vom Kreuz reden und dieses wunderbare Kreuz aufstellen.
Das Zusammenspiel von Kreuz und Auferstehung bringt zum Ausdruck, dass Lebenswege durch Leiden und Tod führen.
Aber am Ende steht nicht die Sinnlosigkeit, nicht die Leere, nicht das Aus und Vorbei, sondern die den Menschen umspannende gute Zukunft Gottes.

Lied 97, 1-3


Vorstellung Kerzenständer
a) Osterkerze
Mit der Osterkerze kommen wir jetzt vom Kreuz zur Auferstehung. Ostern – das ist für uns Christen das höchste Fest und es beginnt in der Osternacht mit der Osterkerze. Die meisten von uns haben es bestimmt schon einmal miterlebt, wie die Kirche zunächst ganz dunkel ist. Damit empfinden wir die Trauer und Hoffnungslosigkeit nach, die die Jünger empfunden haben müssen, als Jesus tot war.
Inmitten dieser Dunkelheit erstrahlt dann die Osterkerze. --
Christus lebt. Das Licht der Osterkerze steht für dieses neue Leben, das den Tod überwunden hat – und für die Hoffnung, die dadurch für uns Menschen entsteht.
Wenn wir in der Osternacht die entzündete Osterkerze den Mittelgang entlang tragen, imitieren wir aber auch etwas aus einer Zeit, lange bevor Jesus auf die Erde kam. Als Moses mit dem Volk Israel durch die Wüste zog, hat ihnen in der Nacht eine Feuersäule den Weg gezeigt. Sie hat das Volk aus der Gefangenschaft herausgeführt und hin zum Berg Sinai, zu dem Ort, an dem Gott seinen Bund mit diesem Volk geschlossen und es so zu seinem Volk gemacht hat. Wie das Volk der Feuerseule nachgezogen ist, zieht man in der Osternacht der Osterkerze nach.

Wenn wir Christus nachfolgen, kann er auch uns aus Gefangenschaft herausführen, aus den Zwängen und Ängsten unseres Lebens. Und er führt uns hinein in den neuen Bund, den er begründet hat, und lässt auch uns Teil von Gottes Volk werden.
Das alles also schwingt in der Osternacht mit. Aber wir zünden die Osterkerze nicht nur an Ostern an. Weil Jesus an einem Sonntag auferstanden ist, feiern wir nun diesen als Ruhetag statt den Sabbat. Deshalb feiern wir eigentlich jeden Sonntag die Auferstehung, auch wenn oft andere Themen im Vordergrund stehen. Dadurch, dass wir die Osterkerze jeden Sonntag anzünden, steht das ganze Kirchenjahr im Lichte des Osterevangeliums.

Lied 557, 1

b) Kerzenständer auf dem Altar
Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt“, aber er sagt auch: „Ihr seid das Licht der Welt“. Wenn wir von Jesus berührt werden, können wir sein Licht weitertragen. Symbolisch dafür zünden wir in der Osternacht alle Kerzen mit dem Licht der Osterkerze an. So tun wir es jetzt mit den Altarkerzen. --
Was kann es nun heißen, wie das Licht zu sein? Wenn wir unseren Mitmenschen leuchten, dann bringen wir ihnen Licht ins Dunkel. Wo es hell ist, da findet man leichter den richtigen Weg und man hat nicht ständig Angst, sich zu stoßen oder zu stolpern. Es fällt einem leichter, die nötigen Schritte zu tun. Manchmal kann das Licht einem aber auch unangenehm sein, z.B., wenn man etwas verstecken will.
Als Licht kann es also auch unsere Aufgabe sein, Dinge zu benennen, die andere lieber beschweigen, und so die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Ich denke, gerade die Kerze stellt das Licht, das wir anstreben sollten, besonders gut dar. Was unterscheidet eine Kerze z.B. von einer Energiesparlampe? Eine Energiesparlampe ist nur auf Effizienz aus. Sie will möglichst all ihre Energie nur in das stecken, was man sieht. Die Folge davon: sie ist kalt. Selbst ihr Licht, das ja an sich gut ist, wirkt kühl. Und das merken die Menschen. Viele fühlen sich im Licht einer Energiesparlampe nicht so wohl. Eine Kerze aber spendet ein angenehmes Licht und viel Wärme. Wenn uns Menschen bei all unseren Bemühungen, gute Dinge zu tun, die Wärme fehlt, dann merken das die anderen Menschen auch und sie können sich dann weniger daran erfreuen. Wenn wir aber den Effizienzforderungen mit Gelassenheit begegnen und dafür alles mit viel Liebe tun, dann tauchen wir die Welt in das Licht Christi.

Lied 557, 2


Vorstellung der Bibelauflage mit Bibel
Unser nächster Blick richtet sich auf die Buchablage auf dem Altar. Während normalerweise Bücher einfach auf dem Tisch liegen, wird die Bibel von dieser Buchablage getragen.
Damit wird verdeutlicht: Bei der Bibel handelt sich um ein ganz besonderes Buch. Unserem Verständnis nach bezeugt die Bibel das Wort Gottes. Wir nennen sie Heilige Schrift.
Sie ist für uns die Grundlage unseres Glaubens.
Doch warum heißt die Bibel Heilige Schrift?
• Hat Gott die Bibel selbst geschrieben,
ist dieses Buch einfach vom Himmel gefallen?
Das ist das nicht der Fall.
• Hat Gott den Schreibern der Bibel die Worte direkt in die Feder diktiert? - So ist es auch nicht gewesen.
Sehr viele unterschiedliche Autoren haben in einer Zeitspanne von etwa 1.300 Jahren an den 66 Büchern der Bibel mitgewirkt. In ihrer Arbeit waren sie beeinflusst und geprägt von den eigenen Lebensumständen und Vorstellungen ihrer Zeit. D.h. die Schriftsteller haben in ihrer Schaffenskraft aus ihrer Sicht der Dinge die biblischen Inhalte festgehalten, geleitet vom eigenen Glauben. Die Bibel also ein Buch der Menschen. Und das hat seinen Grund. Gott, der in Jesus selbst menschlich wurde, bedient sich bei der Weitergabe seines Wortes der Menschen. Menschen die ganz menschlich Göttliches aufgeschrieben haben. Das macht das Verständnis der Texte der Heiligen Schrift nicht ganz einfach. Schauen wir in die Bibel, dann erhalten wir manchmal den Eindruck, sie enthalte ‚wahre Geschichten‘, d.h. Geschichten die sich so abgespielt haben wie sie erzählt werden. Eine solche Vorstellung wirft Fragen auf:
• Gott soll in 7 Tagen die Welt erschaffen haben?
• Wie kann aus der einen Familie Noahs nach der großen Sintflut die Welt neu bevölkert worden sein?
• Jesus von Nazareth, wirklich im Stall von Bethlehem am 24.12. geboren?
Doch Halt! Wir haben mit der Bibel kein Geschichtsbuch vor uns, sondern ein Zeugnis gelebten Glaubens. Auch wenn in den biblischen Geschichten historischer Gehalt steckt, handelt es sich nicht um Historie. Es ist nicht das Interesse der Heiligen Schrift, alles genau so zu erzählen wie es tatsächlich gewesen ist. Nein, Absicht der Bibel ist es bis heute, Glauben zu wecken.
Deshalb fragen wir nach der Aussage der biblischen Schriften und übertragen sie auf unsere heutige Zeit. Ziel ist es, selbst vom Glauben durchdrungen und ermutigt zu werden.
Ein weiteres Problem ist: wir finden in der Bibel Texte, die uns heute große Schwierigkeiten bereiten. Z.B, dass Gott Völkermord in Kauf nimmt und alles Leben vertilgen will (4.Mose 14,12), oder auch: „Die Frau schweige in der Gemeindeversammlung.“ (1.Kor.14,34).
Und doch halten wir daran fest, in der Bibel begegne uns Gottes Wort. Wie geht das zusammen?
Die Bibel ist in der uns vorliegenden Gestalt nach einem langen Weg der frühen Christenheit zum Kanon, zum verbindlichen Maßstab, zur Heiligen Schrift, zum Wort Gottes erklärt worden. Es bedurfte Phasen der Auseinandersetzung bis es zur Festlegung und der Endgestalt der Bibel kam.
Von diesem Prozess hoffen und glauben wir, dass er in aller Verantwortlichkeit der Menschen geistgewirkt durchgeführt wurde.
Das bedeutet: Wir können die Texte nicht einfach streichen,
die uns problematisch sind und Ecken und Kanten haben.
Wer wollte dafür auch den Maßstab setzten? Wo fangen wir an, wo hören wir auf?
Die Bibel enthält Inhalte, die die göttliche Liebe zur Sprache bringt. Zugleich ist dieses Göttliche durchdrungen von Menschlichem. Uns ist es nicht möglich, das eine vom anderen zu lösen, quasi den göttlichen Gehalt vom menschlichen abzuschälen, um die wahre Bibel in Reinform zu erhalten.
Dazu hat sich Gott zu sehr an die Menschen gebunden.
Der Theologe Heinz Zahrnt hat es so formuliert:
„Gott sei Dank hat Gott nicht alles gesagt und getan, was in der Bibel über ihn geschrieben steht. Er hat den Menschen sein Wort gegeben, nicht seine Wörter, die Wörter stammen von Menschen. Darum sollen wir Gott zwar beim Wort, aber die Bibel – um Gottes willen – nicht wörtlich nehmen.“
Martin Luther hat uns vor Augen geführt, dass alle Texte und Aussagen der Bibel genauso wie unser Glauben und Handeln am Maß der Liebe Gottes zu messen sind.
Wir tragen Verantwortung, wenn wir Gottes Wort verstehen und weitersagen wollen. Dabei vertrauen wir darauf,
dass Gottes Geist noch immer am Wirken ist.
So erreicht Gottes Wort uns Menschen und stärkt unser Leben.

Lied 572


Vorstellung des Pultes durch Schriftlesungen



Markus 1, 9-11

Matth 28, 16-20


Lied 184 (Glaubensbekenntnis)


Vorstellung des Taufbeckens
Die Taufe und das Abendmahl sind die beiden Sakramente, die wir in der evangelischen Kirche haben. Zeichenhandlungen, in denen Gottes Geist gegenwärtig ist, die auf Jesus selbst zurückgehen.

Die Taufe ist eine Zeichenhandlung, die mit Wasser geschieht. Deshalb möchte ich sie mit einem Wasserzeichen vergleichen. Wasserzeichen Taufe.
Ein Wasserzeichen ist ein Zeichen auf Banknoten oder in besonders gutem Papier. Auf ein Blatt Papier kann viel geschrieben werden: Kluges und Dummes, Wichtiges und Nebensächliches. Auf einem Blatt Papier kann auch radiert werden, durchgestrichen, Neues geschrieben. Aber was nicht zerstört werden kann, ist das Wasserzeichen in dem Papier.
Normalerweise sehen wir es gar nicht. Doch wenn wir das Blatt Papier gegen das Licht halten, gegen die Sonne: dann sehen wir das Wasserzeichen, das sagt, wer das Papier gemacht hat. Und ein Wasserzeichen kann niemand ändern oder wegradieren.

Ein solches Blatt Papier kann ein Bild für uns Menschen sein. Am Anfang sind wir noch unbeschrieben. Und im Lauf unseres Lebens werden wir zu beschriebenen Blättern. Viele schreiben darauf: Eltern, Freundinnen, Lehrer, Bekannte.
Manches von dem, mit dem wir beschrieben sind, radieren wir aus, wenn wir können. Manches unterstreichen wir. Manches streichen wir weg. Manches schreiben wir weiter.
Doch beschriebene Blätter sind wir allesamt: beschrieben mit Klugem und Dummem, mit Wichtigem und Nebensächlichem.
Und dies beschriebene Blatt Papier, das wir sind, trägt seit dem Tag der Taufe ein Zeichen aus Wasser.
Dies Zeichen, das sagt: Wir gehören zu Gott. Gott hat uns geschaffen. Gott nimmt uns an. Gott ruft uns bei unserem Namen.

Meistens sieht man das Wasserzeichen Taufe nicht, das wir tragen. Meistens ist es verborgen. Doch wenn wir im Licht Gottes stehen, wenn Gottes Licht uns leuchtet, wenn einer uns im Licht Gottes sieht: dann wird dies Zeichen sichtbar. Niemand kann es wegradieren. Niemand kann es durchstreichen. Das Wasserzeichen Taufe bleibt, was auch geschieht.
Bestehen bleibt, dass Gott uns annimmt. Dass wir in Gottes Hand sind und in Gottes Hand bleiben.
In diesem Vertrauen werden Menschen zukünftig an diesem Taufbecken getauft. Amen.

Lied 200, 1-2

Fürbittgebet
– Gott, wir bitten dich für diese Kirche, dass sie ein Ort sein möge, an dem viele Menschen Ruhe und Frieden finden können. Lass uns in dieser besonderen Atmosphäre empfänglich werden für deine Liebe.
Wir rufen zu dir: Gott, erhöre uns.

– Gott, wir bitten dich für die Gottesdienste an allen Orten. Gib deinen Geist dazu, dass die Menschen in ihnen von deiner Botschaft erreicht werden können. Hilf uns, dein Wort zu verstehen; lass die Symbole uns mitteilen, was wir nicht in Worte fassen können; und lass uns in gemeinsamen Liedern die Kraft der Gemeinschaft erfahren.
Wir rufen zu dir: Gott, erhöre uns.

– Gott, wir bitten dich für unsere Taufen, dass sie durch dein Wirken mehr sein mögen als ein Familienfest. Lass die Tauffamilien die Bedeutung der Taufe im Herzen spüren und hinterlasse deine Spuren im Leben der Täuflinge.
Wir rufen zu dir: Gott, erhöre uns.

– Gott, wir bitten dich für die Christenheit. Gib uns eine Stimme für Frieden und Gerechtigkeit, Hände, die die Gefallenen aufrichten, und ein Herz, das sich vor niemandem verschließt.
Wir rufen zu dir: Gott, erhöre uns.

Vater unser

Lied 170, 1

Hintergrund:

Umgestaltung des Altarraums

Der Gottesdienstausschuss hat sich 2011 mit dem Altarraum beschäftigt. Dabei wurde festgestellt, dass die liturgischen Gegenstände aus unterschiedlichen Einzelstücken in verschiedensten Materialien bestehen, die die „Sprache“ des Altarraums unklar werden lassen.


Das Lesepult z.B. ist auf den Treppenstufen befestigt, weil es zu hoch ist, um oben im Altarraum zu stehen. Es ragt über die Stufe hinaus und ist in seiner Geschlossenheit sehr massiv. Ebenso steht der Liedtafelständer auf den Treppenstufen und der Fuß ist viel zu groß für die Stufe. Außerdem blockiert der Liedtafelständer den Handlauf an der Treppe. Und der Osterkerzenständer passt überhaupt nicht zu den Kerzenständern auf dem Altar.

Der Beauftragte unserer Landeskirche für Kunst und Kirche, Pfr. Dr. Markus Zink, wurde zur Beratung eingeladen. Es entstand die Idee, zwei Künstler damit zu beauftragen, einen Entwurf zur Umgestaltung des Altarraums zu machen, bzw. die liturgischen Geräte neu zu gestalten. Einer der beiden Entwürfe soll dann umgesetzt werden. Der Kirchenvorstand hat dieser Idee zugestimmt und zwei Silberschmiede mit einem Entwurf beauftragt.

Im Einzelnen geht es dabei um

  • Das Lesepult
  • Die Liedtafel
  • Den Osterkerzenständer
  • Die Kerzenständer auf dem Altar
  • Das Altarkreuz und
  • Die Buchauflage für die Altarbibel

Diese sollen im Material an das Taufbecken angepasst werden, das bleiben wird.

Die beiden Silberschmiede haben sich den Kirchenraum intensiv angesehen und werden ihren jeweiligen Entwurf bis zum 15. Februar einreichen.

Dann tagt eine Jury, die eine Empfehlung für die Entscheidung des Kirchenvorstands aussprechen wird. Dieser Jury gehören folgende Personen an:

  • ein Fachmann aus der Kirchenverwaltung,
  • die Leiterin der Paramentenwerkstatt,
  • der Beauftragte der Landeskirche für Kunst und Kirche,
  • zwei Architektinnen aus dem Bauausschuss,
  • zwei Personen aus dem Gottesdienstausschuss,
  • das Pfarrteam.

Der Kirchenvorstand beschließt daraufhin, welcher Entwurf genommen wird und der betreffende Künstler geht an die Umsetzung. Das Modell soll währenddessen im Kirchenraum ausgestellt werden.

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21.10. 18:00 Taizé-Andacht, Martinskirche, Elisabeth-Gemeinschaft



22.10. 10:00 Kindergottesdienst im Jugendraum des Martinsstift (2. Stock); Kigo-Team.



22.10. 10:00 Gottesdienst, Martinskirche, Pfrn. Bergelt