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MARTIN-LUTHER-GEMEINDE

DARMSTADT

Die Beerdigung: ein Abschied, der zum Leben gehört

Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit. (Kohelet 3, 1.2.4)

Einen Menschen loszulassen ist die schwerste Aufgabe, vor die uns das Leben stellt. Wenn ein Mensch stirbt, ist der Abschied endgültig. Für die Angehörigen ist das ein schmerzhafter Einschnitt in ihr Leben. Sie empfinden starke Gefühle wie Trauer, Hilflosigkeit, Sorge wie es weitergeht, manchmal Erleichterung, vielleicht auch Wut. Wenn wir jemanden „gehen lassen“ müssen, dürfen wir uns auch selbst ein Stück weit „gehen lassen“ und unseren Gefühle Raum geben.

Pfarrer Frank Briesemeister und Pfarrerin Tanja Bergelt nehmen sich als Seelsorger/in Zeit für die Angehörigen. Sie hören aufmerksam zu und gehen ein kleines Stück Weg mit ihnen. Im Trauergespräch werden Erinnerungen an die verstorbene Person wach, eigene Empfindungen werden behutsam aufgenommen und die Gestaltung der Trauerfeier und der Beisetzung werden besprochen.

Sterbebegleitung

Wenn ein Angehöriger im Sterben liegt, können Sie Pfarrerin Bergelt oder Pfarrer Briesemeister an das Sterbebett bitten, um für und mit dem sterbenden Menschen zu beten oder auch im Familienkreis ein Abendmahl zu feiern. Der Evangelische Hospiz- und Palliativ-Verein Darmstadt e.V. (http://www.ev-hospizverein.de) bietet auch längerfristige Sterbebegleitung an, Tel. 06151- 5994399.

Ist der/die Angehörige dann gestorben, können Sie sich Zeit lassen, um Abschied zu nehmen. In den nächsten Stunden und Tagen wird noch vieles auf Sie zukommen, was zu erledigen ist. Darum nehmen Sie sich jetzt ruhig die Zeit, die Sie brauchen. Der Leichnam darf bis zu 36 Stunden nach Eintritt des Todes zuhause bleiben.

Aussegnung

Pfarrer Briesemeister oder Pfarrerin Bergelt gestalten auch Aussegnungen. Unter geistlichem Beistand können die Hinterbliebenen am Sterbebett von der verstorbenen Person Abschied nehmen, bevor sie im Sarg hinausgetragen wird. Im Gebet und im Segen wird der/die Verstorbene in Gottes Hände übergeben.

Trauergespräch

Im Trauergespräch mit dem/der Pfarrer/in können Sie Ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen. Sprechen Sie darüber, wie Ihnen zumute ist, und was die/der Verstorbene Ihnen bedeutet hat. Führen Sie sich noch einmal vor Augen, welche wichtigen Ereignisse es im Leben des/der Verstorbenen gab und was Sie davon gemeinsam erlebt haben. Pfarrer Briesemeister und Pfarrerin Bergelt behandeln das, was Sie sagen, vertraulich. Inhalte des Trauergesprächs, die Sie nicht öffentlich gesagt haben möchten, werden auch nicht in der Traueransprache erwähnt.

Das Gespräch dient auch dazu, mit Ihnen den Ablauf der Trauerfeier zu besprechen. Sie können gerne eigene Wünsche zur Gestaltung äußern oder Musikstücke aussuchen.

Trauerfeier

Die Trauerfeier ist ein kleiner Gottesdienst. Dazu gehören Musik, Gebete und biblische Texte. Im Mittelpunkt steht eine Ansprache, die an die verstorbene Person erinnert und einen Bibelvers mit Bezug auf ihr Leben auslegt. In der Trauerfeier kommt zur Sprache, dass der Macht des Todes die Kraft des christlichen Glaubens entgegensteht. Gott ist der Herr über Leben und Tod. Das Leben des verstorbenen Menschen hat sich erfüllt. Er/Sie kehrt zurück zu Gott, der alles Leben erschaffen hat. Dort ist er/sie geborgen.

Wenn Sie als Angehörige sich für eine Feuerbestattung entschieden haben und die Trauerfeier noch am Sarg stattfindet, begleiten Pfarrerin Bergelt und Pfarrer Briesemeister Sie auch gerne bei der späteren Urnenbeisetzung.

Nach der Beisetzung …

In der Martin-Luther-Gemeinde werden die Verstorbenen und ihre Angehörigen im Sonntagsgottesdienst nach der Beisetzung in die Fürbitte aufgenommen. Die Gemeinde denkt an sie im Gebet. Im Trauergespräch wird der Termin mit den Angehörigen besprochen.

Am Ewigkeitssonntag (Totensonntag) im November, am letzten Sonntag des Kirchenjahres, wird der Verstorbenen des zurückliegenden Jahres gedacht. Für jede und jeden von ihnen wird eine Kerze angezündet und es wird Fürbitte für sie gehalten. Zu diesem Gottesdienst werden die Angehörigen ca. 2-3 Wochen vorher schriftlich eingeladen.

Auch in der Zeit nach der Bestattung können Sie sich selbstverständlich an Pfarrerin Bergelt oder Pfarrer Briesemeister wenden und um ein Gespräch bitten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.ekhn.de/glaube/bestattung.html

Titelbild © Sabine Lemke

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